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Aktuelles

  • 23.1.2018 Vortrag: "Digitale Filmedition"
    Prof. Dr. Ursula von Keitz (Potsdam) hält einen Vortrag mit dem Titel: Digitale...[mehr]
  • 30.01.2018 Neuer Termin: "Intermedialer ContentFlow und seine Edition"
    Prof. Dr. Karl-Heinrich Schmidt (Bergische Universität Wuppertal) hält einen Vortrag mit dem...[mehr]
  • 9.1.2018 Veranstaltungshinweis
    Graduiertenkolleg "Dokument - Text - Edition" [mehr]
  • 28.11.2017 Vortrag: "Intermedialität als Dynamisierung"
    Prof. Dr. Ursula Kocher (Bergische Universität Wuppertal) hält einen Vortrag mit dem...[mehr]
  • 24.10.2017 - Vortrag: „Germania, mir graut vor Dir.“
    Dr. phil. habil. Ingrid Pepperle hält einen Vortrag unter dem Titel: „Germania, mir graut vor...[mehr]

Arthur Schnitzler: Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905–1931)

Das Forschungsprojekt „Arthur Schnitzler: Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931)“ wird vom Interdisziplinären Zentrum für Editions- und Dokument­wissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit der Universität Cambridge (UK), der Cambridge University Library und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach sowie mit dem Kompetenz­zentrum für elektronische Er­schließungs- und Publikations­verfahren in den Geistes­wissen­schaften der Universität Trier durchgeführt. Das deutsche, Anfang 2012 gegründete und von der Union der Akademien finanzierte Teil­projekt bearbeitet die Werke ab 1914.

Ziel des Projekts ist die Er­arbeitung einer digitalen historisch-kritischen Neu­edition des literarischen Werks von Arthur Schnitzler und deren Publikation im Rahmen einer von der Cambridge University Library als ‚host‘ beherbergten öffentlich zu­gänglichen Online-Plattform. Sieht man von einer Edition des Reigen und der vor kurzem be­gonnenen Wiener Ausgabe des Frühwerks in Buchform ab (de Gruyter 2011ff), so sind die Werke des großen österreichischen Schrift­stellers Arthur Schnitzler (1862–1931), im Gegensatz zu denen anderer Vertreter dieser Epoche, bis heute nicht in einer wissen­schaftlichen Edition greifbar. Unter Einbeziehung des riesigen, 1938 in letzter Minute vor der Zer­störung durch die National­sozialisten nach Cambridge geretteten (und heute haupt­sächlich dort und zu einem kleineren Teil in Marbach aufbewahrten) Nachlass­materials wird das Forschungs­vorhaben Einblicke in Arbeits­weise und produktions­ästhetische Prinzipien eines Autors erarbeiten, der die gesamte Epoche der Klassischen Moderne (ca. 1890–1930) von ihren Anfängen bis zu ihrem Ende literarisch äußerst viel­gestaltig und mit hoch­gradiger Sensibilität für ihre Probleme und Wider­sprüche mitgeprägt hat.

Das Online-Portal wird die physikalisch getrennten Archiv­bestände erstmals virtuell zusammen­führen und soll die Funktionen eines Archivs und einer Edition vereinen. Sämtliches überliefertes Material – Manuskripte wie Typoskripte – wird digital repro­duziert, mit den editorisch hergestellten Text­wiedergaben verknüpft und durch Kommentare, Register, Indices etc. erschlossen. Durch verschiedene Textansichten (diplomatische Transkription, genetisch-interpretierende Rekonstruktion, emendierte Lesefassung) soll eine multi­perspektivische, die Dimensionen der ‚Textualität‘ und der ‚Materialität‘ gleicher­maßen berück­sichtigende Edition erstellt werden. Darüber hinaus wird das digitale Medium die Möglichkeit eröffnen, die für Schnitzlers Arbeitsweise so typischen, zum Teil über mehrere Jahrzehnte verlaufenden Schreib­prozesse mit ihren vielfachen komplexen Stoff­ver­zweigungen über Text- und Gattungs­grenzen hinweg in ihrem System­charakter und in ihrer Inter­dependenz mittels hyper­textueller Strukturen und nicht-sequentieller Ordnungs­muster in adäquater Weise zu repräsentieren.

Die Projektteams:

Wuppertal:

Leitung:

  • Prof. Dr. Wolfgang Lukas
  • Prof. Dr. Michael Scheffel

Mitarbeiter/innen:

  • Christian Belz M.Ed.
  • Dr. Kristina Fink
  • Kathrin Nühlen M.A.
  • Giulia Speciale M.A.
  • Jonas Wolf M.A.

Trier

Leitung:

Dr. Thomas Burch

Mitarbeiter:

  • Dr. Stefan Büdenbender
  • Dipl.-Inform. Radoslav Petkov
  • Dipl.-Inform. Frank Queens
  • Dr. Joshgun Sirajzade

C.F. Meyers Briefwechsel. Historisch-kritische Ausgabe: Verlagskorrespondenz

Das vom Schweizer Nationalfonds geförderte und an der Universität Zürich stationierte Forschungsvorhaben plant die Edition der Korrespondenz zwischen C. F. Meyer und seinem Leipziger Verleger Haessel als eine moderne Personalbriefwechsel-Ausgabe. Sie besteht aus insgesamt fünf Einzelbriefwechseln aus dem Zeitraum von 1864–1901, die Meyer und Personen, die als seine Stellvertreter bzw. Beauftragte fungierten – allen voran die Schwester Betsy Meyer, der zeitweilige Sekretär Fritz Meyer und Meyers Frau Louise – mit dem Verleger führten. Das über 2500 Briefe und weitere Dokumente umfassende Material soll in acht Teilbänden als Bd. 4 der von Hans Zeller begründeten Reihe C.F. Meyers Briefwechsel. Historisch-kritische Ausgabe (Bern: Benteli 1998ff.) publiziert werden.

Haessel war der eigentliche Entdecker und verlegerische Wegbereiter des Dichters. Die Verlagskorrespondenz begleitet und kommentiert die Entstehung und Publikation aller Werke Meyers seit etwa 1865 und enthält darüber hinaus eine Fülle von Material zur Buchhandelsgeschichte und zur zeitgenössischen Literaturszene in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (u.a. zahlreiche, bislang ungedruckte Rezensionen). 

Die Wiedergabe erfolgt zeichengetreu und bietet, nach dem Prinzip einer integralen textgenetischen Darstellung, eine leicht lesbare dokumentarische Repräsentation der originalen Handschriften und der individuellen Schreibprozesse. Die Ausgabe wählt damit einen modellhaften ‚mittleren’ Weg zwischen einer Vollfaksimileausgabe mit diplomatischer Umschrift einerseits und einer herkömmlichen normalisierten Ausgabe andererseits und strebt nach einer Synthese von Produktions- und Rezeptionsorientierung.

Sämtliche Daten werden mithilfe von XML (Extensible Markup Language) ausgezeichnet. Die Daten werden von uns mittels eines projektspezifischen, den Richtlinien der Text Encoding Initiative <http://www.tei-c.org> entsprechenden /W3C Schemas/ ausgezeichnet. Es handelt sich um eine 'born digital'-Edition, die XML als philologisches Arbeitsinstrumentarium einsetzt und, mit der Entwicklung eines spezifischen Instrumentariums für die Codierung textgenetischer und materialer Informationen der Originalhandschriften, Pilotcharakter besitzt.

Projektleiter: Prof. Dr. Wolfgang Lukas
 

Mitarbeiter:
Stephan Landshuter M.A.

Matthias Osthof Dipl. theol.

Elisabeth Rickenbacher lic. phil.
Prof. em. Dr. Hans Zeller


Kontakt:
SNF-Projekt C. F. MEYER

Universität Zürich

Deutsches Seminar

Rämistr. 42

CH-8001 Zürich

Tel.: +41-44-6345121

Homepage: www.cfmeyer.ch


Karl F. Gutzkow: Digitale kommentierte Gesamtausgabe

In Kooperation mit Wolfgang Rasch (Berlin) und Dr. Jörg Ritter (Institut f. Informatik, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg) wird an der Bergischen Universität Wuppertal derzeit die Sektion ‚Briefwechsel‘ innerhalb der Kommentierten digitalen Ausgabe der Werke und Briefe Karl F. Gutzkows aufgebaut (www.gutzkow.de). Die digitale Gutzkow-Ausgabe stellt ein von einer internationalen Editorengruppe getragenes Pilotprojekt dar (Leitung: Martina Lauster und Gert Vonhoff, University of Exeter), das sich zum Ziel gesetzt hat, erstmalig das Gesamtwerk dieses bedeutenden Autors in kritisch neu konstituierten und kommentierten Texten zur Verfügung zu stellen. Die Website der Gutzkow-Edition wird darüber hinaus als modernes Informations- und Wissensportal aufgebaut, das zusätzliches dokumentarisches Quellenmaterial (Texte und Bildmaterial) bietet und die aktuelle Forschung zur Biographie des Autors sowie zur Kultur-, Sozial- und Mediengeschichte des deutschen Vormärz dokumentiert (u.a. in Gestalt eines 'Gutzkow-Lexikons').

Die Briefabteilung soll eine doppelte Wiedergabe bieten: 1. eine ‚normalisierte‘ Wiedergabe, die die Endfassung des Brieftextes bietet, ansonsten aber auf Eingriffe (wie Emendationen) verzichtet; 
2. eine zeilen- und zeichengetreue textgenetische Wiedergabe, die sämtliche Schreibprozesse (wie Korrekturen durch Streichung, Einfügung, Überschreibung etc.) mittels geeigneter diakritischer Zeichen erfasst. Beide Editionen sollen sowohl mit den Faksimile-Reproduktionen der originalen Briefhandschriften als auch mit dem Apparat (mit Informationen zur Überlieferungsgeschichte sowie zu den Überlieferungsträgern, zur Textkonstitution und ausführlichen Erläuterungen und Kommentaren) so verbunden werden, dass der Benutzer zwischen den verschiedenen Darbietungen bequem wechseln kann.

Als erster Baustein dieser Briefsektion wird derzeit in Projektseminaren der Liebes- und Ehebriefwechsel (ca. 1830–1850) bearbeitet. Es handelt sich um folgende, im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf aufbewahrte Korrespondenzen Gutzkows: mit der Berliner Kaufmannstochter und ersten (Quasi)Verlobten Rosalie Scheidemantel (überliefert aus dem Jahr 1834), seiner Gattin Amalie (überliefert aus den Jahren 1842–1847) sowie mit seiner Geliebten Therese v. Bacheracht (überliefert aus den Jahren 1847–1848). 

zuletzt bearbeitet am: 24.10.2016